2019-06-18

Mehr Teile ohne neue Maschinen produzieren

Walter stellt neue HU5-Geometrie für ISO M- und S-Werkstoffe vor

Mit den neuen einseitigen Wendeschneidplatten der HU5-Geometrie beantwortet Walter eine für viele Anwender zentrale Frage: Wie lassen sich mehr Bauteile mit derselben Maschinenzahl produzieren? Im Vergleich zu beidseitig nutzbaren Wendeschneidplatten hat die HU5 eine größere Kontaktfläche zum Werkzeughalter. Dies erhöht die Stabilität und ermöglicht höhere Schnitttiefen, Vorschübe sowie ein größeres Zeitspanvolumen – das bedeutet im Praxistest 18,36 l/h anstelle von 10,71 l/h. Ausschlaggebend hierfür ist, neben dem stabilen Sitz, vor allem die Kombination aus Geometrie und Walter Tiger·tec® Silver Schneidstoffen.

Sie ermöglicht Standzeitsteigerungen bis zu 75 Prozent. Die Geometrie selbst wurde speziell für die schwere Schruppbearbeitung von rostfreien Stählen und Superlegierungen entwickelt. Typische Anwendungen finden sich in der Öl- und Gas-Industrie, zum Beispiel für Großventile aus AlSi 316-Material oder in der Luft- und Raumfahrtindustrie mit Inconel 718 beziehungsweise Titan-Werkstoffen. Die durch eine negative Fase geschützte Hauptschneide verhindert Ausbrüche beim Bearbeiten harter Randzonen und optimiert die Performance bei harten Krusten, zum Beispiel von Schmiedeteilen. Bauteile mit Schnittunterbrechungen und andere anspruchsvolle Bearbeitungen sind ebenso umsetzbar.

Die geschwungene Schneide und eine tiefe Spanmulde bewirken niedrige Schnittkräfte bei hohen Vorschüben und senken so die Zerspanungstemperatur. Der variable Spanwinkel im Bereich des Eckenradius ermöglicht eine weiche Spanumformung und steigert die Standzeit. Verfügbar in den gängigen Grundformen CNMM, DNMM und SNMM komplettiert Walter mit der HU5-Geometrie sein großes Produktportfolio in den Bereichen ISO S und M. Damit hat Walter insgesamt 12 Geometrien in 6 Sorten sowie Werkzeuge mit Präzisionskühlung und keramische beziehungsweise CBN-Platten im Programm.