2014-03-26

Federleicht Feinbohren

Walter bietet seit Herbst 2013 seine Auf- und Feinbohr-Werkzeuge auch mit Capto-Schnittstelle. Mit dem neuen, gewichtsreduzierten Walter PrecisionMEDIUM B4031.C wird das Werkzeugsystem unter dem Label Light Weight Solution weiterentwickelt. Das heißt: gleichbleibende Leistung bei weniger Gewicht.

Neuester Vertreter der Walter Precision-Familie ist das einschneidige Feinbohrwerkzeug B4031.C – in einer gewichtsreduzierten Ausführung, die ab Mai diesen Jahres verfügbar sein wird: „Bei gleicher Baugröße erleichtern wir dieses Werkzeug im Gewicht um etwa 30 bis 50 Prozent, indem ein Stahlanteil durch Aluminium ersetzt wird“, erläutert Gerhard Ruff, Produktmanager Auf- und Feinbohren bei der Walter AG: „Das Werkzeug bietet die gleichen Eigenschaften und die gleiche Leistung wie seine ‚schweren Brüder‘, ist jedoch leichter – in einer der Ausführungen etwa 3,2 statt 7,2 Kilo. Das hat einige Vorteile unter anderem ein einfacheres Handling bei einem nur geringfügig höheren Preis.“ Das größte Einsparungspotenzial hinsichtlich des Gewichts ergibt sich bei langen Werkzeugen mit großem Durchmesser. Aus diesem Grund nimmt Walter die LWS-Ausführung (Light Weight Solution) zunächst mit Durchmessern von 90 bis 110 mm und 110 bis 153 mm ins Programm.

Ein Capto-Anschluss gehört bei vielen Werkzeugmaschinen heute zum Standard. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Es handelt sich um die universellste Schnittstelle überhaupt, geeignet für Drehen, Vollbohren, Auf- und Feinbohren ebenso wie für das Fräsen, für die rotierende und auch für die stehende Bearbeitung. Mit einem einzigen Schnittstellensystem lassen sich auf Drehmaschinen, Bearbeitungszentren und auf Maschinen für Komplettbearbeitung alle Bearbeitungsformen durchführen.

Der Tübinger Spezialist für Präzisionswerkzeuge hat diesen Trend erkannt und bietet seit Herbst 2013 seine Bohrsysteme für das Auf- und Feinbohren – Walter Boring, Walter Precision und Walter PrecisionDIGITAL – auch mit Walter Capto™-Aufnahmen: ein modular aufgebautes und aufeinander abgestimmtes Werkzeugsystem.

Leichtwerkzeuge bieten sich an, wenn das Werkzeugmagazin einer Maschine nur begrenzt Gewicht aufnehmen kann. Außerdem vereinfacht sich das Handling für die Mitarbeiter im Einstellraum. Maschine und Spindel werden geschont, da weniger Masse beschleunigt und wieder abgebremst werden muss. Auch das Kippmoment verringert sich bei gleicher Auskraglänge und erleichtert den Werkzeugwechsel. Aufgrund des speziellen Konstruktionsaufbaus wirkt das Werkzeug zudem in höherem Maße schwingungsdämpfend.

„Es gibt derzeit einen Trend zu leichteren Werkzeugen,“ erläutert Ruff. „Wir planen, unser Programm auch bei anderen Abmessungen durch gewichtserleichterte Varianten zu erweitern. Der Typ B4031.C ist bisher das einzige Werkzeug mit dem neuen Label ‚Light Weight Solution‘, wird aber sicher nicht das einzige bleiben. Es ist denkbar, das Light Weight Solution-Werkzeuge bei einigen Durchmessern die Vollstahlausführugen mittel- bis langfristig ersetzen.“