2014-03-07

Neue Maschine – mehr Prozesse

Die Walter AG optimiert in ihrem Technology Center in Tübingen Zerspanungsprozesse ihrer Kunden unter Produktionsbedingungen. Für diesen Service hat Walter jetzt seinen Maschinenpark um eine WFL MILLTURN zur Komplettbearbeitung erweitert.

Zerspanungswerkzeuge sind die „Schnittstelle“ beim Drehen, Fräsen oder Bohren. Für effiziente Bearbeitungsprozesse sind aber viele Faktoren wichtig. Mit dem umfassenden Service-Konzept Walter Multiply bietet der Tübinger Werkzeugspezialist seinen Kunden Unterstützung entlang der gesamten Prozesskette. Wenn es darum geht, bestehende Abläufe zu optimieren, neue Prozesse einzufahren oder Prototypen zu fertigen, ohne Kapazitätsprobleme im laufenden Betrieb zu verursachen, kommen das Technology Center und die Spezialisten von Walter Multiply ins Spiel: Prozesse werden vollständig durchgetestet und fertige Lösungen an den Kunden geliefert.

Die Walter AG erweitert ihr Technology Center nun um eine neue Maschine, die Drehen und 5-Achsen-Bearbeitung in sich vereint: die WFL MILLTURN M40-G mit Gegenspindel und zwei Werkzeugträgern für die Simultan- und Komplettbearbeitung. Walter folgt damit dem Branchentrend hin zu bauteilgerechten Prozessen. Gleichzeitig bietet der Werkzeugspezialist seinen Kunden neue Möglichkeiten, um Abläufe für die eigene Produktion zu erproben. Dazu gehört die Herstellung komplizierter Prototypen ebenso wie effiziente Gestaltung noch unbekannter Bearbeitungsprozesse. Mit der neuen WFL-Maschine lässt sich all das in nur einem Arbeitsgang realisieren, unabhängig davon, ob eine rotationssymmetrische Dreh-, eine Fräsbearbeitung oder eine Kombination notwendig ist.

Was bietet das Walter Technology Center mit der neuen Maschine? Drei Antworten dazu von Matthias Angelstein (rechts), Teamleader Production Solutions und Harry Scherer (links) Teamleader Multiply Technology Center, Walter AG, Tübingen.

In einem Schritt. Bisher hatten wir nur ein 5-achsiges Drehfräszentrum ohne zweiten Träger. Mit der neuen WFL-Maschine können wir jetzt die Komplettbearbeitung des Werkstücks in einem Arbeitsgang anbieten, die „Königsdisziplin der Zerspanung“ was Effizienz angeht. Klassische Beispiele für solche Werkstücke sind Kurbelwellen, Pleuel, viele Teile aus der Luftfahrt- und Windkraftindustrie sowie allen anderen Branchen. Mit der leistungsfähigen Maschine können wir außerdem größere Teile bearbeiten als bisher und den Spänewagen in kürzester Zeit füllen.

Virtuell. Wir bieten unseren Service auf der neuen Maschine auch als „Virtual Machining“ an. Mit der Software „CrashGuard Studio“, die alle verfügbaren WFL-Maschinen abdeckt, können wir die MILLTURN nicht nur programmieren, sondern bereits in einem virtuellen Testlauf Problemstellen aufdecken. Wir optimieren die zwei parallel laufenden Programme für beide Werkzeugträger, bevor der Prozess dann unter Span am Werkstück getestet wird.

Zukunftsweisend. Viele Zerspanungssprozesse werden künftig von nur einer Maschine erledigt werden. Einem Schlüssel-Kunden konnten wir schon aufzeigen, dass er einen Drei-Maschinen-Prozess auf eine reduzieren kann. Daneben wird es aber weiterhin spezialisierte Dreh- oder Fräsmaschinen geben.

WFL MILLTURN M40-G im Überblick:

  • Dreh-Bohr-Fräseinheit: Kombination einer Drehmaschine, eines 5-Achsen-Bearbeitungszentrums und einer 3-D-Messmaschine
  • B-Achse
  • Schrägbett-Kreuzschlitten-Kombination
  • zwei gegenüberliegenden Spindeln
  • Werkzeugrevolver (12-fach oder 2 x 12-fach)
  • Magazin für rotierende und stehende Werkzeuge mit modularer Schnittstelle
  • Leistung max. Drehspindel bei 40% (100%) ED, kW 33(29)/54(37)//33(29) (links//rechts)
  • Leistung max. Frässpindel bei 40% (100%) ED, kW 20(15)